Programmiert Zwischengas, fotografiert Autos – und lebt für Le Mans. äöü
Balz Schreier ist der Mann, der bei Zwischengas all das zusammenhält, was man nicht anfassen kann. Als Bruno von Rotz ihn 2010 fragte, ob er die technische Gesamtverantwortung übernehmen wolle, sagte er Ja zu einer Aufgabe, die vom letzten Server bis zur kleinsten Funktion alles umfasst – und verbrachte am Ende doch fast die ganze Zeit mit dem, was ihm am liebsten ist: programmieren.
Seine grosse technische Liebe heisst Java, und daran hat sich über die Jahre wenig geändert (gut so). Davor baute er knapp ein Jahrzehnt lang bei einer Schweizer Technologieberatung Web-Applikationen für grosse Namen – die perfekte Vorbereitung, um eine Plattform wie Zwischengas praktisch im Alleingang zu stemmen. Heute lässt er sich beim Coden von KI unter die Arme greifen; den Plan macht aber nach wie vor er.
Was den Job für ihn besonders macht: Bei Zwischengas darf er zwei private Leidenschaften gleich mit einbringen – Fotografie und Motorsport. Das Fotografieren hat er sich dabei nicht aus Büchern angelesen, sondern direkt bei Zwischengas-Mitgründer Daniel Reinhard abgeschaut. Einen besseren Lehrmeister gibt es kaum.
Und dann ist da Le Mans. Seit Balz das 24-Stunden-Rennen regelmässig live erlebt und fotografiert, ist es endgültig um ihn geschehen. Über das Rennen – Buch um Buch – fand er zum historischen Rennsport und schliesslich zu den Oldtimern auf der Strasse. So dreht sich sein Arbeitsalltag heute genau um das, was ihn privat begeistert. Richtig Herzklopfen bekommt er beim Porsche 917 und beim Carrera 6; und wenn das Gespräch auf den Maserati T61 „Birdcage" mit seinem filigranen Gitterrohrrahmen kommt, ist es vollends vorbei – schöner kann ein Rennwagen für ihn kaum aussehen.
Fünfzig Jahre nach Gilles Villeneuves Formel-1-Debüt kommt der erste Spielfilm über ihn, und er lässt ausgerechnet die berühmten Ferrari-Jahre weg. „Villeneuve: Rise of a Legend“ erzählt den Weg vom Schneemobil in Québec bis vor Enzo Ferraris Tür: die Jahre ohne Geld, ohne Ruhm und mit einem Wohnwagen als Zuhause. Sohn Jacques Villeneuve über den Trailer: „Es war schwierig, die Tränen zurückzuhalten.“
V2 Der Cannara aus dem Jahr 1966 gilt als Design-Anker für die Wedge-Car-Bewegung und gewann die Dean Bachelor Trophy beim Pebble Beach Concours d'Elegance 2024. Der Cannara ist derzeit in der Wedge-Car-Ausstellung im Petersen Automotive Museum in Los Angeles zu sehen. Ray Cannara war ein Mentee von Stroher MacMinn am Art Center in Kalifornien. Er entwarf und baute sein Auto und fuhr es 1966 von Florida nach Kalifornien, wobei seine Mutter auf dem Beifahrersitz sass.
Am 11. Calag Oldtimertreffen am Pfingstsonntag, 8. Juni 2025 wurde dieses Jahr ein neuer Besucherrekord erzielt. Bei beinahe perfekten Wetterbedingung konnten Klassiker-Interessierte über den Tag verteilt insgesamt 830 Old- und Youngtimerfahrzeuge bestaunen. Ein kurzer Rückbild in Wort und Bild.
Der Massstab in der automobilen Oberklasse war in den Jahren 1959 bis 1968 (Coupé und Cabriolet bis 1971) die Mercedes-Benz-Modellreihe W111, sowie deren Ableger W110 und W112. Die umgangssprachlich als grosse und kleine Heckflosse bezeichneten Limousinen bestachen - besonders bei den Top-Versionen - mit einem hohen Sicherheits- und Komfortniveau, beeindruckender Optik und selbstbewussten Preisetiketts. In diesem Fahrzeugbericht wird Ordnung in die drei Typenreihen gebracht und ein Mercedes-Benz 220 S ausführlich portraitiert, ergänzt um viele historische Abbildungen und einen Verkaufsprospekt.
Der Mercedes-Benz 300 SEL 6.3, gebaut zwischen 1968 und 1972, war die schnellste Limousine aus deutscher Produktion und konnte auch mit schnellen Sportwagen mithalten. Entstanden war sie durch Kombination der Langversion des 300 SE mit dem Motor des Mercedes 600. 6,3 Liter Hubraum und 250 PS ermöglichten in Kombination mit der leichteren 300 SEL Limousine überragende Fahrleistungen und der Komfort blieb trotzdem nicht auf der Strecke. Dieser Bericht geht auf die Entstehungsgeschichte ein, schildert Fahreindrücke und zeigt die Limousine in aktuellen und historischen Bildern, ergänzt durch Originalprospekt und Presseinformationen, sowie ein Tonmuster.
Zwischen 1974 und 1980 baute Ferrari den Dino 308 GT4, einen Mittelmotorsportwagen mit vier Sitzplätzen. Ungewohnterweise erhielt Bertone den Auftrag, die Karosserie zu gestalten. Der eingebaute V8-Motor war eine Neuentwicklung. Der 1973 präsentierte Wagen war stimmig und stand trotzdem während fast seiner ganzen Bauzeit im Schatten der von Pininfarina geformten Modelle 308 GTB/GTS. In diesem Fahrbericht wird ein Dino 308 GT4 von 1974 ausführlich vorgestellt, die Entwicklungsgeschichte aufgezeichnet und Fahrerfahrungen von einst und heute einander gegenübergestellt. Mit vielen historischen Abbildungen und dem Verkaufsprospekt von 1974 wird die Dokumentation vervollständigt.
Der Ferrari 330 GT ist eine der günstigsten Möglichkeiten, in einen frühen Ferrari mit Colombo-V12-Motor einzusteigen. Tatsächlich ist die Verwandtschaft mit den Sportwagen-Legenden GTO oder SWB grösser als man denkt und trotzdem liegen die Preise um Faktoren auseinander. Dabei war der 330 in seiner aktiven Zeit beliebt und er verkaufte sich gut, was nicht zuletzt seinen Rennsportwurzeln, aber natürlich auch der Viersitzigkeit zu verdanken war. Dieser Bericht schildert Geschichte und Herkunft des 455 Mal gebauten Ferrari 330 GT (Serie 2) und portraitiert ein Exemplar mit Jahrgang 1967 im Detail.
Die Idee war ausgezeichnet. Eben hatte Ferrari die Saison 1963 sehr erfolgreich abgeschlossen. Der 250 P, ein offener Rennsportwagen mit Mittelmotor, war das dominierende Fahrzeug. Der 250 GTO mit vorneliegendem Motor kam hingegen langsam in die Jahre, und so kam ein findiger Kopf in den Konstruktionsbüros in Maranello auf die Idee, den 250 P mit einem Dach zu versehen und GT zu nennen. Der ab 1964 gebaute Wagen sollte in der Gruppe 3 homologiert werden, doch konnte Ferrari die notwendigen 100 Exemplare nicht nachweisen, womit der Wagen als Prototyp starten musste und gegen noch kompromisslosere Fahrzeuge fast chancenlos war. Trotzdem gewann ein 250 LM mit Jochen Rindt am Steuer in Le Mans im Jahr 1965. Dieser Bericht schildert die Umstände um die Entstehung des ersten Ferrari-Mittelmotor-Strassenfahrzeugs und Fahreindrücke, die im Jahr 1983 gesammelt wurden, ergänzt mit vielen Abbildungen.