Beim 968 CS ging Porsche einen anderen Weg als üblich. Statt ein Sondermodell mit viel Aufwand leichter und sportlicher, gleichzeitig aber auch teurer zu machen, verkaufte man die “Club Sport”-Version fast 20 % günstiger als das normale Serien-Coupé. Für die Fans entstand damit ein “echter Porsche”, für die Kritiker ein des Komfort und Alltagsnutzen beraubtes Spassmobil. Heute weiss man, dass die Fans die Oberhand gewonnen haben. Unser Fahrversuch macht klar, warum das so ist …
V2 Der Cannara aus dem Jahr 1966 gilt als Design-Anker für die Wedge-Car-Bewegung und gewann die Dean Bachelor Trophy beim Pebble Beach Concours d'Elegance 2024. Der Cannara ist derzeit in der Wedge-Car-Ausstellung im Petersen Automotive Museum in Los Angeles zu sehen. Ray Cannara war ein Mentee von Stroher MacMinn am Art Center in Kalifornien. Er entwarf und baute sein Auto und fuhr es 1966 von Florida nach Kalifornien, wobei seine Mutter auf dem Beifahrersitz sass.
In diesem Artikel geht es um den Porsche Taycan. Der elektrische Sportwagen mit vier Türen ist atemberaubend schnell und überrascht mit katastrophalen Wiederverkaufswerten.
In der «AR»-LANGSTRECKENPRUFUNG NR.87 lädt die Automobil-Revue ihre Leser zu einer Fahrt im Mercedes 300 SLR Rennsportwagen ein. Kein Kurzausflug, sondern 3'500 km wurden absolviert. Und die AR-Testequipe waren begeistert. Nicht nur die Fahrleistungen beeindrucken, sondern auch die fast schon alltagstauglichen Qualitäten des Autos, das eigentlich für die Rennstrecke gebaut worden ist. Mit 7,1 Sekunden für den Sprint von 0 bis 100 km/h, 284 km/h Höchstgeschwindigkeit und Bremsverzögerungen bis 9.8 m/s2 zeigen sich Qualitäten, die zwar 2010 bei Sportwagen zum Standard gehören mögen, aber 1956 sensationell anmuten mussten. Die Bedeutung eines solchen Rennsportwagens erschöpft sich weder in seinen Erfolgen noch in der Begeisterung, die er im Freund sportlicher Meisterkonstruktionen erweckt. Er zeigt vielmehr, dass im Automobilbau noch unausgenützte technische Möglichkeiten schlummern.
Der Massstab in der automobilen Oberklasse war in den Jahren 1959 bis 1968 (Coupé und Cabriolet bis 1971) die Mercedes-Benz-Modellreihe W111, sowie deren Ableger W110 und W112. Die umgangssprachlich als grosse und kleine Heckflosse bezeichneten Limousinen bestachen - besonders bei den Top-Versionen - mit einem hohen Sicherheits- und Komfortniveau, beeindruckender Optik und selbstbewussten Preisetiketts. In diesem Fahrzeugbericht wird Ordnung in die drei Typenreihen gebracht und ein Mercedes-Benz 220 S ausführlich portraitiert, ergänzt um viele historische Abbildungen und einen Verkaufsprospekt.
Zwischen 1971 und 1989 baute Mercedes den R107 und die Coupé-Variante C107 als 280 SL bis 560 SL, respektive 280 SLC bis 500 SLC. Kommerziell war die Baureihe ein grosser Erfolg und der R107 war der längst gebaute SL überhaupt, die Vorgänger W198, R113 und die Nachfolger wurden alle über wesentlich kürzere Zeiträume gebaut. Die letzten Exemplare der R107-Baureihe wurden ab Fliessband zu Klassikern und erfreuen sich heute, zusammen mit ihren älteren Brüdern, einer grossen Fan-Gemeinde.
Der Mercedes-Benz 300 SEL 6.3, gebaut zwischen 1968 und 1972, war die schnellste Limousine aus deutscher Produktion und konnte auch mit schnellen Sportwagen mithalten. Entstanden war sie durch Kombination der Langversion des 300 SE mit dem Motor des Mercedes 600. 6,3 Liter Hubraum und 250 PS ermöglichten in Kombination mit der leichteren 300 SEL Limousine überragende Fahrleistungen und der Komfort blieb trotzdem nicht auf der Strecke. Dieser Bericht geht auf die Entstehungsgeschichte ein, schildert Fahreindrücke und zeigt die Limousine in aktuellen und historischen Bildern, ergänzt durch Originalprospekt und Presseinformationen, sowie ein Tonmuster.
Wie alt man wird, das merkt man, wenn man ein Wiedersehen mit Autos feiert, die man einst als Neuwagen fuhr. Das BMW 320i Cabrio auf diesen Seiten jedenfalls ist schon 32 Jahre alt, ein veritabler Oldtimer. Dass Alter und Reife aber nichts Negatives sein müssen, das merkt man gerade bei diesem Auto. Dieser Fahrbericht gilt einem BMW 320i Cabriolet von 1988 und zeigt es auf aktuellen und historischen Bildern, sowie in der Verkaufsliteratur.
Als Weiterentwicklung des Ferrari 375 America entstanden die Modelle 410 Superamerica in den Jahren 1956 bis 1959. Der “Lampredi”-Zwölfzylinder-Motor war auf 4'923 cm3 aufgebohrt worden, was 340 PS (Serie 1 und 2), respektive 400 PS bedeutete. Der Radstand betrug zuerst wie beim Ferrari 375 America 2,8 Meter, ab 1957 wurde er auf 2,6 Meter verkürzt. Auf den Chassis mit Einzelradaufhängung vorne und Starrachse hinten entstanden verschiedene Karosserie-Versionen, die meisten zeigten ein Pininfarina-Designs, zwei Autos wiesen Boano-Karosserien auf, ein weiteres Auto wurde von Ghia im Stil der Konzeptwagen Chrysler Gilda/Dart eingekleidet. Ein Superamerica schliesslich erhielt eine Scaglietti-Karosserie, die hier im Detail vorgestellt und bildlich dokumentiert wird. Ergänzt wird der Artikel durch eine Liste der Chassis-Nummern, sowie durch historische Fotos aus der Zeit.
Zwischen 1974 und 1980 baute Ferrari den Dino 308 GT4, einen Mittelmotorsportwagen mit vier Sitzplätzen. Ungewohnterweise erhielt Bertone den Auftrag, die Karosserie zu gestalten. Der eingebaute V8-Motor war eine Neuentwicklung. Der 1973 präsentierte Wagen war stimmig und stand trotzdem während fast seiner ganzen Bauzeit im Schatten der von Pininfarina geformten Modelle 308 GTB/GTS. In diesem Fahrbericht wird ein Dino 308 GT4 von 1974 ausführlich vorgestellt, die Entwicklungsgeschichte aufgezeichnet und Fahrerfahrungen von einst und heute einander gegenübergestellt. Mit vielen historischen Abbildungen und dem Verkaufsprospekt von 1974 wird die Dokumentation vervollständigt.
Pininfarinas Ferrari 512 S Modulo gehört zu den gewagtesten und extremsten “Idea Cars” der Geschichte. Kaum ein anderes Fahrzeug wurde je so konsequent und extrem geformt. Dass dabei die Praktikabilität etwas leidet, lag da wohl nahe. Trotzdem errang die Studie mehrere Designpreise und wurde Anfangs der Siebzigerjahre von Ausstellung zu Ausstellung gereicht. Dieser Bericht erzählt die Geschichte der Entstehung der Ferrari 512 S Modulo und zeigt das einmalige Fahrzeug vom Entwurf bis in die Gegenwart.
Der Ferrari 330 GT ist eine der günstigsten Möglichkeiten, in einen frühen Ferrari mit Colombo-V12-Motor einzusteigen. Tatsächlich ist die Verwandtschaft mit den Sportwagen-Legenden GTO oder SWB grösser als man denkt und trotzdem liegen die Preise um Faktoren auseinander. Dabei war der 330 in seiner aktiven Zeit beliebt und er verkaufte sich gut, was nicht zuletzt seinen Rennsportwurzeln, aber natürlich auch der Viersitzigkeit zu verdanken war. Dieser Bericht schildert Geschichte und Herkunft des 455 Mal gebauten Ferrari 330 GT (Serie 2) und portraitiert ein Exemplar mit Jahrgang 1967 im Detail.